Hintergrundinformationen

Prostitution in Indien

Nach verschiedenen Quellen gibt es in Indien ca. 13 Millionen Frauen, die in der Prostitution tätig sind. Allerdings muss man zwischen den Gruppen der Sängerinnen/Tänzerinnen, den Call Girls und den religiösen Prostituierten unterscheiden. Alle von ihnen werden jeden Tag erniedrigt und gedemütigt. Die meisten dieser Frauen wurden, nachdem sie ihren Ehemann verloren, in die Prostitution gezwungen. Ein geringer Teil der Prostituierten entschied sich selbst – entweder als Verpflichtung der Göttin Yellamma gegenüber oder aus dem Fehlen an Alternativen heraus – für die Prostitution. Der größere Teil der Frauen gelang jedoch durch Menschenhandel, Nötigung und Betrug in die Prostitution.

                                                              

Meist ist es die Armut, die die Frauen verletzlich macht und ihr Risiko, in die Prostitution zu gelangen, erhöht. Hilflosigkeit, finanzielle Abhängigkeit und Verzweiflung zwingen sie dazu, ihren Körper zu verkaufen. Dazu kommt, dass viele Frauen, die in die Prostitution gelangen, bereits Misshandlung durch ihre Eltern oder ihren Ehemann erfahren haben, andere Familienmitglieder als Prostituierte tätig sind oder sie schlichtweg von Menschen umgeben sind, die sie negativ beeinflussen.

 

Indien und Pakistan sind  diejenigen unter den Ländern Südasiens, in denen Kinderprostitution am weitesten verbreitet ist. Meist kommen diese Kinder aus armen Regionen und wurden in reichere verschleppt. Die schnell ansteigende Zahl an Mädchen, die Menschenhandel und Prostitution ausgesetzt sind, alarmiert sowohl die Regierung als auch ehrenamtlich tätige Organisationen.

 

Es ist Aufgabe der Polizei, die Frauen in Prostitution zu schützen. Aber statt ihnen Schutz zu bieten gegen das unterdrückende Netzwerk, in dem sie sich befinden, stehlen sie oft nur das wenige Geld, welches die Frauen haben.

Was ist HIV/AIDS?

HIV steht für Human Immunodeficiency Virus. Viele bezeichnen den HI-Virus auch als AIDS.

AIDS steht für Acquired Immuno Deficiency Syndrome.

Das Immunsystem von Menschen mit AIDS wird sehr schwach und kann keine Infektionen mehr bekämpfen. Deshalb erliegen sie oft gewöhnlichen Krankheiten.

In anderen Worten: HIV ist der Virus, AIDS die Infektion.

1986 wurde bei den ersten Patienten AIDS diagnostiziert. Bis jetzt gibt es noch keine Heilung für HIV/AIDS.

Warum ist HIV gefährlich?

Das Immunsystem ist eine Gruppe von Zellen und Organen, die den Körper durch den Kampf gegen Krankheiten schützt. Normalerweise identifiziert und tötet das menschliche Immunsystem Viren schnell und effektiv.

 

Wenn also das Immunsystem des Körpers Viren attackiert und tötet, wo liegt das Problem? Auch eine einfache Erkältung wird beispielsweise durch einen Virus ausgelöst.

 

Verschiedene Viren greifen verschiedene Teile des Körpers an.

Was HIV so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass es das Immunsystem selbst angreift – genau den Mechanismus, der den Virus normalerweise töten würde. Aufgrund dessen ist der Körper einer HIV-infizierten Person nicht in der Lage, die Krankheit zu bekämpfen.

 

Es gibt keine Möglichkeit, rein durch Symptome und Äußerlichkeiten festzustellen, ob eine Person HIV-infiziert ist. Die einzige zuverlässige Methode, eine Person auf HIV zu testen, ist, einen Bluttest durchzuführen, der den Virus einige Wochen nach der Infizierung nachweisen kann.

 

Eine HIV-infizierte Person kann sich jahrelang gesund fühlen und keine sichtbaren Symptome zeigen, sodass die HIV-Infektion unentdeckt bleiben kann. Aber durch die Schwächung des Immunsystems wird die Person anfälliger für Krankheiten, die der Körper zuvor problemlos hätte bekämpfen können. 

HIV - Fakten und Mythen

Mythen

„Man muss nur einen Schluck mit infiziertem Speichel trinken, um sich selbst zu infizieren.“

Dies ist ein typischer Mythos. HIV kann sich in Speichel befinden, jedoch in zu geringen Mengen, um einen anderen Menschen zu infizieren. Wenn man Speichel von einer HIV-infizierten Person trinkt, infiziert man sich nicht mit HIV! Es gibt nur einen registrierten Fall von einer HIV-Übertragung durch Küssen, bei dem beide Partner jedoch sehr stark blutendes Zahnfleisch hatten.

 

„Sex mit einer Jungfrau kann HIV heilen!“

Dieser Mythos ist in manchen Teilen Afrikas weit verbreitet und absolut falsch. Er führt zu vielen Vergewaltigungen von jungen Mädchen und Kindern durch HIV-positive Männer, die ihre Opfer hierdurch in vielen Fällen anstecken. Vergewaltigung ist keine Heilung, sondern überall auf der Welt ein schweres Verbrechen.

 

„Nur Homosexuelle/dunkelhäutige/junge Leute können sich infizieren...“

Das ist falsch. Jeder Mensch kann sich mit HIV infizieren.

 

„HIV kann sich auch durch Latex hindurch verbreiten.“

Manche Menschen verbreiteten Gerüchte, nach denen der Virus klein genug ist, um durch winzige Löcher im Latex, aus dem Kondome hergestellt sind, zu schlüpfen. Das ist falsch. Latex verhindert die Übertragung von HIV genauso wie die von Spermien. Kondome schützen daher vor HIV genauso wie vor Schwangerschaften.

 

Fakten

HIV-infizierte Menschen sehen aus wie jeder andere.

 

Menschen mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs) wie Syphillis, Genitalherpes, Chlamydien, Gonorrhöe oder bakterielle Vaginose haben eine höhere Ansteckungsgefahr für HIV beim Geschlechtsverkehr mit infizierten Partnern.

 

Das neugeborene Kind einer schwangeren Frau kann vor und während der Geburt sowie durch das Stillen von der Mutter mit dem HI-Virus infiziert werden.

 

Wenn Ärzte wissen, dass eine werdende Mutter HIV-infiziert ist, kann die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind meist verhindert werden. Deshalb sollten alle schwangeren Frauen auf HIV getestet werden, damit – wenn nötig – eine Behandlung sofort beginnen kann.

Infizierungsmöglichkeiten

Infizierungsrisiken

  • Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person kann man sich infizieren. Deshalb ist es ratsam, keinen ungeschützten vaginalen, analen oder oralen Geschlechtsverkehr zu haben.
  • Eine schwangere HIV-positive Frau kann ihr Baby vor und während der Geburt sowie während des Stillens anstecken.
  • Eine Infizierung kann auch in einem Krankenhaus während einer Blut- oder Organspende stattfinden, wenn Hygienestandards nicht eingehalten werden.
  • Durch die Benutzung einer Spritze oder Teile des Bestecks eines HIV-positiven Drogenabhängigen kann eine Infizierung stattfinden.

Keine Infizierungsrisiken

  • Bei Umarmungen und Küssen
  • Händeschütteln, Massagen, Liebkosungen
  • Sich Besteck, Becher, öffentliche Toiletten, Saunas und Wäsche mit HIV-Infizierten teilen
  • Berührungen mit Tränenflüssigkeit und Speichel
  • Tattoos, Piercings und Akupunktur
  • Bisse von Katzen, Hunden und Insekten